Fehltage-Rechner: Was Krankheitstage Ihr Unternehmen kosten
Was kosten Krankheitstage Ihren Betrieb im Jahr? Der Fehltage-Rechner zeigt Lohnfortzahlung, Nebenkosten und Ausfall – Modellrechnung, ohne Anmeldung.
Was kosten Krankheitstage Ihren Betrieb?
Vier Angaben — und Sie sehen die Größenordnung. Der Bundesschnitt lag 2024 bei 15 AU-Tagen je Mitarbeiter.
*Modellrechnung auf Basis Ihrer Angaben. Referenzwerte aus öffentlichen Quellen: Ø 15 AU-Tage 2024 (WIdO-Fehlzeiten-Report), Ausfallkosten-Systematik der BAuA (Produktionsausfall ≈ Lohnkosten; hier konservativ mit Faktor 1,5 angesetzt), ~220 Arbeitstage/Jahr, Arbeitgeber-Nebenkosten ~21 %. bKV-Effekt: Studienwerte zu betrieblichen Gesundheitsleistungen, 1,5–2,5 AU-Tage — keine Zusage. Tatsächliche Kosten und Effekte hängen vom Einzelfall ab.
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Was hinter dem Rechner steckt
Ein kranker Mitarbeiter kostet weiter Gehalt, aber er bringt keine Leistung. Bis zu sechs Wochen zahlt der Arbeitgeber das Entgelt fort (§ 3 EFZG, Entgeltfortzahlungsgesetz) – und trägt darauf seine Sozialversicherungsanteile. Der Fehltage-Rechner macht aus dieser Regel eine Zahl für Ihren Betrieb.
So nutzen Sie den Rechner
- Mitarbeiter einstellen
Zählen Sie alle Beschäftigten, für die Sie im Krankheitsfall Entgelt fortzahlen.
- Durchschnittliches Bruttogehalt angeben
Ohne Arbeitgeber-Nebenkosten. Die rechnet der Rechner selbst dazu.
- Krankheitstage je Mitarbeiter und Jahr wählen
Wenn Sie den Wert aus der Lohnabrechnung kennen, tragen Sie ihn ein. Er bestimmt das Ergebnis am stärksten.
- bKV-Frage beantworten
Haben Sie bereits eine betriebliche Krankenversicherung, blendet der Rechner das Einsparpotenzial aus und stellt die Anschlussfrage nach der Wirkung im Team.
So lesen Sie das Ergebnis
Die geschätzten Gesamtkosten des Krankenstands pro Jahr: Lohnfortzahlung plus Nebenkosten, multipliziert mit 1,5 für Vertretung, Mehrarbeit und liegengebliebene Aufträge.
„Reine Lohnfortzahlung“ ist der Anteil, der direkt in der Lohnabrechnung steht. „Ein einzelner Krankheitstag“ ist der Tagessatz je Mitarbeiter. Das „Einsparpotenzial“ rechnet vor, was 1,5 bis 2,5 Tage weniger je Mitarbeiter im Jahr bedeuten würden.
Annahmen der Berechnung
| Annahme | Wert im Rechner | Herkunft |
|---|---|---|
| Arbeitstage je Jahr | 220 | Rechner-Annahme |
| Arbeitgeber-Nebenkosten | 21 % auf das Brutto | Rechner-Annahme |
| Aufschlag Vertretung und Ausfall | Faktor 1,5 | Rechner-Annahme, konservativ |
| Voreinstellung Krankheitstage | 15 je Mitarbeiter | Orientierung WIdO-Fehlzeiten-Report |
| Weniger Fehltage mit bKV | 1,5 bis 2,5 Tage | Studienwerte, keine Zusage |
| bKV-Kostenanker | 300-€-Budget, rund 12,50 € je Monat | Marktspanne 08/2026 |
Was der Rechner nicht abbildet. Krankengeld nach sechs Wochen, Langzeiterkrankungen einzelner Personen, Umsatzausfall in Engpassberufen und den Aufwand für Ersatzpersonal. Er unterscheidet auch nicht zwischen Gehaltsgruppen – ein Durchschnitt glättet Unterschiede.
Was Sie mit dem Ergebnis tun
- Die Zahl einordnen
Vergleichen Sie das Ergebnis mit dem, was Sie heute für Gesundheit im Betrieb ausgeben. In vielen Betrieben ist das nichts: Der Krankenstand läuft als Fixkostenblock mit, ohne dass jemand dagegen arbeitet.
- Den Hebel prüfen
Eine betriebliche Krankenversicherung setzt direkt an Fehltagen an: Facharzttermine, Vorsorge, Zuschüsse zu Sehhilfen oder Zahnbehandlung. Bis 50 Euro im Monat bleibt der Beitrag als Sachbezug steuer- und beitragsfrei (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG). Was sie je Mitarbeiter kostet, steht im Beitrag zu den bKV-Kosten.
- Das Paket denken
Krankenstand ist ein Symptom; die Frage dahinter ist, ob Ihre Benefits wirken. Wie bAV und bKV zusammen ein Versorgungskonzept ergeben, zeigt die Seite Benefits einführen. Alle Rechner finden Sie unter Rechner.
Wenn Sie die Rechnung mit Ihren echten Zahlen und einem Vergleich für Ihre Betriebsgröße möchten, schildern Sie uns unten kurz Ihre Ausgangslage. Ein Berater meldet sich per E-Mail.
Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Konkrete Fragen klären wir gemeinsam mit Ihrem Steuerberater.
Häufige Fragen
Woher stammen die Rechenwerte des Fehltage-Rechners?
Die Formel arbeitet mit festen Annahmen – 220 Arbeitstage im Jahr, 21 % Arbeitgeber-Nebenkosten auf das Brutto und einem Aufschlag von 50 % für Vertretung, Mehrarbeit und liegengebliebene Aufträge. Die Voreinstellung von 15 Krankheitstagen orientiert sich am Fehlzeiten-Report des WIdO. Alle Werte sind Modellannahmen, keine Messung Ihres Betriebs.
Muss ich meine Krankheitstage genau kennen?
Nein. Für eine erste Größenordnung reicht eine Schätzung. Genauer wird es mit der Zahl aus Ihrer Lohnabrechnung – dort sind die Tage mit Entgeltfortzahlung erfasst. Teilen Sie die Summe aller Krankheitstage durch die Zahl der Beschäftigten.
Was hat eine betriebliche Krankenversicherung mit Fehltagen zu tun?
Eine bKV bietet Leistungen wie schnellere Facharzttermine oder Vorsorge, die Ausfallzeiten verkürzen können. Der Rechner setzt dafür konservativ 1,5 bis 2,5 Tage weniger je Mitarbeiter an. Das ist eine Modellannahme aus Studien zu betrieblichen Gesundheitsleistungen, keine Zusage.
Was kostet eine bKV im Vergleich?
Verbreitete Budgettarife liegen je nach Budgethöhe bei rund 10 bis 56 Euro je Mitarbeiter und Monat (Stand August 2026). Der Rechner nutzt als Anker ein 300-Euro-Jahresbudget mit rund 12,50 Euro im Monat. Der Beitrag hängt von Budget, Altersstruktur, Gruppengröße und Leistungsumfang ab.
Ist das Ergebnis eine Zusage?
Nein. Es ist eine Modellrechnung ohne Gewähr, keine Haftung im Einzelfall. Die tatsächlichen Kosten hängen von Gehaltsstruktur, Krankheitsverlauf und Ihren Vertretungsregelungen ab.